Nach einem Einzeltermin lasse ich los. Bei der Begleitung halte ich fest.
Ich träume seit Langem davon, einen Menschen über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Nicht, weil mit Einzelterminen etwas nicht stimmt — sondern weil sie bewusst so gebaut sind, dass ich nach jedem wieder loslasse. Ab heute darf es bis zu 12 Menschen pro Jahr geben, bei denen das anders ist. Und ein Werkzeug, das dafür sorgt, dass es anders bleibt.

01Der Satz, den ich lange nicht laut gesagt habe
Ich arbeite seit Jahren in Terminen. Sie sind gut, sie sind konzentriert, und viele Menschen kommen wieder — manche seit Jahren.
Trotzdem gibt es etwas, das ich mir immer gewünscht habe: einen Menschen ein Jahr lang zu begleiten. Nicht ihn öfter zu sehen. Ihn verlässlich zu sehen.
Der Unterschied klingt klein, und er ist riesig. Denn er entscheidet darüber, ob ich zwischen zwei Terminen an deiner Sache arbeiten darf — oder ob ich es lassen muss.
02Warum der Einzeltermin bleibt, wie er ist
Ein Einzeltermin steht bei mir für sich. Er ist so gedacht, und daran ändere ich nichts.
Du kommst mit dem, was gerade da ist. Wir arbeiten daran. Und danach bist du frei: kein Folgetermin, kein Bekenntnis, keine Erwartung. Beim nächsten Mal darfst du mit etwas völlig anderem kommen — oder gar nicht mehr. Niemand soll bei mir das Gefühl haben, in etwas hineinzurutschen, das er nicht gewählt hat.
Das ist mir wichtig, und es bleibt so.
Nur hat diese Freiheit eine Kehrseite, die bisher nur ich getragen habe: Ich weiß bei niemandem, ob er wiederkommt. Also lasse ich nach jedem Termin los. Ich denke die Sache nicht weiter, ich behalte niemanden in Gedanken, ich beginne beim nächsten Mal dort, wo derjenige gerade steht.
Das ist keine Klage. Das ist die ehrliche Konsequenz aus einem Konzept, hinter dem ich stehe.
Aber es ist auch die Grenze dessen, was ein einzelner Termin leisten kann.
03Wie aus einem Anliegen ein Jahresprojekt wird
In der Begleitung ist es umgekehrt. Ich weiß von Anfang an: Ich habe ein Jahr mit diesem Menschen.
Wir beginnen mit 90 Minuten — dem längsten Termin des Jahres. Die ersten dreißig sitzen wir einfach da und sprechen: Worum geht es? Was soll dieses Jahr tragen? Ohne Eile, ohne dass schon gearbeitet werden muss. Danach bleiben sechzig Minuten für die Arbeit.
Am Ende dieser 90 Minuten steht etwas, das ein Einzeltermin nicht hervorbringen kann: ein Rahmen. Das Thema darf komplex sein, es darf sich über die Monate verwandeln — aber es hat eine Kontur, und wir kennen sie beide.
Von diesem Moment an siehst du in deinem Konto deinen Jahresbogen: zwölf Punkte, von 01 · Landkarte bis 12 · Jahresbild. Jeder Punkt zeigt, woran er ist — wahrgenommen, läuft gerade, kommt noch. Kein Fortschrittsbalken, der dich antreibt. Eine Form, die zeigt, wo im Jahr wir stehen.
Von da an ist es ein Projekt. Und ein Projekt kann man mit sich herumtragen.
Genau darum geht es mir. Ich kann über dein Thema nachdenken, wenn wir uns nicht sehen. Mir fällt zwischendurch etwas dazu ein. Ich komme im nächsten Monat nicht neutral in den Termin, sondern mit etwas, das vier Wochen lang in mir gearbeitet hat.
Das kann ich mir nur erlauben, wenn ich weiß, dass du wiederkommst.
04Die Monatsnotiz — damit auch du dazwischen dabei bist
Es wäre zu wenig, wenn nur ich zwischen den Terminen weiterdenke. Deshalb spreche ich dir jeden Monat eine persönliche Notiz ein.
Darin steht, was mir an deinen Einträgen aufgefallen ist — und vor allem: worauf du bis zu unserem nächsten Termin achten könntest. Manchmal eine Frage, über die du in Ruhe nachdenken darfst. Manchmal eine Stelle, an der du bewusster hinschauen sollst. Manchmal nur ein Gedanke, den ich nicht bis zum nächsten Termin zurückhalten will.
Sie liegt in deinem Konto, mit Datum, Monat für Monat untereinander. Am Ende des Jahres sind es zwölf Aufnahmen, in denen dein Jahr mitgesprochen wurde. Du kannst sie später noch einmal hören.
Die Monatsnotiz ist kein Service. Sie ist meine Art, dich zwischen zwei Terminen im Projekt zu halten.
Denn zwölf Termine im Jahr sind noch keine Begleitung. Zwölf Termine, zu denen wir beide vorbereitet kommen, schon.
05Und wenn dich zwischendurch etwas einholt
Manchmal geht etwas nicht auf. Etwas, das wir besprochen haben, klemmt. Etwas taucht auf, das du nicht wochenlang mit dir herumtragen willst.
Dafür hast du ein Anliegen im Monat. Du sprichst es ein oder schreibst es — so, wie es dir leichter fällt, und am besten, solange es frisch ist. Ich höre es persönlich und antworte darauf. Nicht mit einer Standardantwort, sondern auf genau diese Sache. Und ich nehme sie mit in unseren nächsten Termin.
Deine Frage und meine Antwort stehen danach zusammen an einer Stelle. Nichts davon verschwindet in einem Postfach, in dem man drei Wochen später sucht.
Damit stehen drei Dinge nebeneinander, die zusammen etwas ergeben, das kein einzelner Termin sein kann:
- Die feste Planung — wir wissen beide, dass wir uns wiedersehen, und woran wir arbeiten.
- Die Monatsnotiz — von mir zu dir, jeden Monat, mit etwas für die Zeit dazwischen.
- Das Anliegen — von dir zu mir, wenn es nicht warten kann.
Das ist der Unterschied zwischen einer echten Begleitung und einer Reihe von Terminen, die nur regelmäßig stattfinden.
06Ein Jahr, das man ansehen kann
Für die Begleitung habe ich etwas gebaut, das es sonst nirgends bei mir gibt: eine Grafik, in der unser Thema über das Jahr sichtbar wird.
Du trägst dort ein, was du wahrnimmst — ein Wert von 1 bis 10, ein Satz dazu, wann immer du magst. Dazu gehört deine Körperkarte: 57 Areale von Kopf und Kiefer bis zu den Füßen. Kein Fragebogen — du tippst auf die Stelle. Und weil der Rücken kein Nebenschauplatz ist, kannst du die Figur umdrehen: 38 Areale vorne, 41 hinten, und beim Wechseln steht da, wie viele auf der anderen Seite belegt sind.
Über die Monate entsteht daraus ein Verlauf, wie man ihn eher aus dem Profisport kennt. Was ihn dorthin bringt, sind drei Dinge:
- Der ruhige Blick neben dem lauten. Ein einzelner Tag kann täuschen. Deshalb siehst du neben dem Wert eines Stichtags auch den Schnitt der letzten 30 Tage — dieselbe Karte, nur ohne die Ausschläge.
- Zwei Zeitpunkte nebeneinander. Du legst März neben September und siehst in einem Bild, was sich in deiner Aufmerksamkeit verschoben hat.
- Zwölf Wochen am Stück. Ein Kästchen für jeden Tag, links das Ältere, rechts heute. Leere Kästchen bleiben leer — auch die Tage, an denen du nichts notiert hast, gehören zum Bild.
Was dort steht, ist deine eigene Wahrnehmung — ein Bild von deiner Aufmerksamkeit.
Ich sehe dieselbe Grafik. Vor jedem Termin schaue ich hinein, bevor wir sprechen. Und unseren zwölften Termin beenden wir damit: Wir arbeiten wie immer, und danach legen wir alles nebeneinander — den Verlauf, die Themen, das Jahr. Nach zwölf Monaten sieht man Dinge, die nach zwei nicht zu sehen sind.
07Warum ich dafür ein Werkzeug gebaut habe
Ich hätte all das auch mit einem Notizbuch machen können. Ein Kalendereintrag für die Termine, eine Erinnerung für die Monatsnotiz, ein Ordner für die Anliegen. Beim ersten Menschen wäre das gut gegangen. Beim vierten auch noch.
Und irgendwann, im achten Monat eines vollen Jahres, wäre eine Notiz später gekommen. Dann eine gar nicht. Nicht aus Nachlässigkeit — sondern weil Versprechen, die nur aus gutem Willen bestehen, genau so verschwinden: leise, in der Mitte, wenn niemand mehr hinsieht.
Deshalb gibt es die Software. Sie ist nicht das Produkt. Sie ist die Konstruktion, mit der ich mir selbst die Möglichkeit genommen habe, es zu vergessen:
- Dein Jahr hat zwölf Punkte, und jeder zeigt, ob er stattgefunden hat. Ein verfallener Monat ist sichtbar — für dich und für mich.
- Deine Monatsnotiz hat ein Datum. Man sieht, wenn eine fehlt.
- Dein Anliegen hat einen Zustand: eingegangen, gehört, beantwortet. Es gibt keine Schublade, in der es liegen bleiben kann.
- Dein Verlauf liegt vor dem Termin auf meinem Schirm, nicht danach.
Das ist der eigentliche Unterschied zu einem netten Vorsatz. Ich habe die Begleitung so gebaut, dass sie mich beim Wort nimmt — auch dann, wenn ein Jahr lang ist und das Leben dazwischenkommt.
08Was ich dazulege
Alle Fokusabende sind inklusive — jeden Dienstag ein anderes anatomisches Thema, live per Zoom, rund 49 im Jahr. Sie sind die wöchentliche Untermalung des Ganzen: Auch in den Wochen ohne Termin bleibst du mit der Arbeit in Berührung.
Deine Stunde ist eine volle Stunde, und sie liegt in aller Regel samstags — an einem Tag, an dem sonst niemand in meinem Kalender steht.
Und du wirst nie lange nach einem Termin suchen müssen. Das ist ein Service, den es nur in der Begleitung gibt: Dir werden passende Zeiten vorgeschlagen — sie stehen dann in deinem Kundenkonto unter Begleitung zur Auswahl bereit. Passt keine davon, sagst du das mit einem Klick — dann bekommst du neue Vorschläge. Kommt dir ein Termin dazwischen, sagst du bis 24 Stunden vorher ab und dein Monat bleibt dir. Einmal im Jahr holt ein Joker auch einen verpassten Termin nach.
Auch das ist kein Komfort-Detail. Es ist derselbe Gedanke: Der Teil, der Arbeit macht, gehört zu mir. Deiner ist, da zu sein.
09Warum es zwölf sind — und wem ich absage
Zwölf ist keine Marketingzahl. Zwölf ist die Zahl von Menschen, an die ich ein Jahr lang denken kann, ohne dass es beim dreizehnten dünn wird.
Ich könnte mehr Plätze verkaufen. Ich könnte sie wahrscheinlich sogar füllen. Was ich nicht könnte: sie halten — und das Halten ist das Einzige, worum es hier geht.
Aus demselben Grund sage ich auch ab — nicht, weil ein Mensch nicht passt, sondern wenn ein Anliegen nicht zu einem Konzept wird. Die zwölf Termine tragen ein Thema, und das darf ruhig komplex sein — auch den ganzen Körper einmal in seiner Gesamtheit zu betrachten, kann so ein Thema sein. Wichtig ist nur, dass es von Anfang an definiert wird, statt in zwölf lose Einzeltermine auseinanderzufallen.
Die Begleitung startet gerade mit ihrem ersten Jahrgang. Es gibt hier keine Zitate und keine Erfolgsgeschichten, und es wird auch später keine Versprechen über Wirkungen geben. Wer jetzt einsteigt, ist keine Nummer in einer langen Reihe — sein Jahr wird gebaut, während wir es gehen.
10Der Rahmen — und der Weg hinein
Ein Jahr kostet 3.900 € inklusive Mehrwertsteuer. Einmalzahlung, kein Abo, keine Kündigungsfrist, keine Folgekosten.
Ich rechne diesen Preis nicht gegen Einzeltermine auf und vergleiche ihn nicht mit anderen Angeboten. Was er enthält, steht vollständig auf der Seite.
Was ich dir sage, ist, wozu ich mich verpflichte:
- Jeder Termin findet statt. Fällt einer an mir aus, wird er nachgeholt — ohne Ausnahme.
- Vor jedem Termin habe ich deinen Verlauf gelesen. Du erzählst nichts zweimal.
- Dein Anliegen kommt bei mir an, nicht in einem Postfach. Antwort binnen 48 Stunden werktags.
- Jeden Monat bekommst du deine Notiz. Auch in den Monaten, in denen wenig passiert.
Du bezahlst nicht für zwölf Stunden. Du bezahlst dafür, dass ein Jahr lang jemand an deine Sache denkt — auch an den Tagen, an denen wir uns nicht sehen.
Es gibt auf der Seite keinen Kaufen-Button. Der einzige Weg hinein ist ein Gespräch: 15 Minuten per Zoom, kostenlos und unverbindlich. Kein Verkaufsgespräch — du hörst, wie ich arbeite, ich höre, worum es geht, und danach sagen wir beide ehrlich, ob das ein gemeinsames Jahr werden soll.
Wenn ja, beginnt es im Folgemonat. Mit 90 Minuten, von denen wir die ersten dreißig nur reden.
R.E.SET ist körperliche Bewusstseinsarbeit und weder eine medizinische noch eine therapeutische Behandlung; sie ersetzt diese nicht. Es werden keine Diagnosen gestellt. Der Draht ist kein Notfallkanal.
Mehr Gedanken zur Methode.
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Kostenloses Kennenlerngespräch — ohne Verkaufsdruck. Wir klären, ob R.E.SET zu deinem Thema passt.